Ein Beispiel: Wie ein Schüler ohne LRS-Klasse erfolgreich das Gymnasium schafft

Förderung ohne LRS-Klasse

Heute hatten wir eine bewegende Verabschiedung eines Schützlings. Dieser Schüler kam vor 3 Jahren zur lerntherapeutischen Einzelförderung. Die Eltern entschieden sich gegen eine LRS-Klasse, weil sie dem Jungen eine bestmögliche und umfassende Förderung seiner Persönlichkeit angedeihen lassen wollten. Der Vater des Kindes ist eine Führungskraft und selbst Legastheniker. Wir können uns noch sehr genau an unser Erstgespräch erinnern. Die Handschrift des Vaters mit akademischem Abschluss. Er brach kurz in Tränen aus, als wir ihn darauf ansprachen. Er bestätigte, dass er Legastheniker ist und ähnliche Schwierigkeiten wie sein Sohn hatte. Durch seine Erfahrung in der Kindheit war ihm klar war, dass er niemals sein Kind in einer LRS-Klasse separieren würde.

Sein Wunsch war es, dass seine Sohn trotz der Legasthenie einen ähnlichen Weg gehen kann. Unsere Prognose war, dass er den Weg auf ein Gymnasium schaffen kann. Mit unserer Hilfe schafft er auf dem Zeugnis der 6. Klasse eine gute Zwei in Deutsch. Der Schüler geht aber auf ein recht anspruchsvolles Gymnasium im Umland von Dresden. Dort ist es relativ schwer gute Noten zu schreiben. Uns machen solche kleinen Gesten glücklich! Sie motivieren uns, weiter in den Diensten legasthener und dyskalkuler Menschen zu arbeiten.

Soziale Akzeptanz unterstützt die Bewältigung der Lese-Rechtschreib-Schwäche

Soziale Akzeptanz bedeutet zwischenmenschliches Verstehen und Verstanden-Werden mit einer Funktion, die über den Zweck der zwischenmenschlichen Kommunikation hinausgeht. Oft erlebt der legasthene oder lese-rechtschreib-schwache Mensch in seinem sozialen Umfeld (Elternhaus, Schulwesen, öffentliche Gesellschaft) wenig soziale Akzeptanz. Diese umweltintentionelle Determinante bedeutet eine Wechselwirkung mit der Umwelt, die eine Bewältigung der Lese-Rechtschreib-Problematik positiv begünstigen oder stark beeinträchtigen kann. Studien zeigen, dass die Motivationssysteme unseres Gehirns nur dann anspringen, wenn Menschen soziale Zuwendung oder Wertschätzung erfahren. Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass lese-rechtschreib-schwache Kinder seltener seelische Schäden davontragen, wenn sie Wertschätzung durch soziale Zuwendung und Anerkennung erfahren. Zuwendung und soziale Einbindung fördern die seelische Widerstandsfähigkeit, sodass die Kinder keine psychische Krankheit entwickeln müssen, die sich später im Erwachsenenalter zu hartnäckigen seelischen Behinderungen entwickeln können. Deshalb kann die Separation in eine Sonderschule (LRS-Klassen) psychische Probleme bei den Kindern begünstigen. Eine LRS-Klasse kann für die Kinder die Abwertung ihrer Persönlichkeit bedeuten, was sich dann häufig …

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Trotz Legasthenie eine Eins in Deutsch – durch Förderung ohne LRS-Klasse

Gestern haben wir von einem Schüler der 4. Klasse, den wir schon seit der 2. Klasse in der Einzelförderung betreuen, eine schöne Rückmeldung bekommen. Denn er schrieb als Klassenbester in einer Deutschvergleichsarbeit eine Eins. Darüber haben sich alle Beteiligten sehr gefreut. Dieser Schüler sollte damals in eine LRS-Klasse in Dresden gehen, was die Eltern ablehnten. Beide Elternteile sind von einer Legasthenie betroffen, diese Probleme kommen also in seinem Fall gehäufter in der Familie vor. Deshalb spricht man wissenschaftlich korrekt von einer Legasthenie. Die erste Zeit war für den Schüler nicht einfach, weil er deutliche Probleme beim Lesen und Schreiben hatte. Seine ersten Lernschritte im Schriftspracherwerb waren nicht einfach. Aber er hatte ein stabiles Elternhaus und eine verständnisvolle Klassenlehrerin, was sich günstig auf seine gesamte schulische Entwicklung auswirkte. Ähnliche Entwicklungen sehen wir in unserer Arbeit mit den Betroffenen in der Einzelförderung häufiger. Unser Anspruch für eine nachhaltige Förderung ist es, dass …

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