Schwerpunkt: Forschungswerkstatt 2019

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Einer der Arbeitsschwerpunkte unseres Teams im Jahr 2019 wird die weitere Erforschung der Themen LRS, Legasthenie und Dyskalkulie sein. Dazu findet vom 3. bis 5. Januar 2019 die erste sozialwissenschaftliche Forschungswerkstatt an unserem Institut statt. Drei weitere Treffen mit Experten unseres Fachgebiets folgen in den nächsten Monaten.

Die Datenerhebung für unsere beide Studien ist Ende Dezember 2018 abgeschlossen worden. Es wartet noch einiges an Transkriptionsarbeit auf uns, die unser Mitarbeiter Herr Haenel im Laufe des Jahres abschließen wird. Ziel ist es, bis Herbst 2019 alle Interviews der ersten Studie (Grundlagenforschung zur Lese-Rechtschreib-Schwäche im Kindes- und Jugendalter) mit der Narrationsanalyse nach Schütze auszuwerten. Einen ersten Zwischenbericht werden wir im Herbst 2019 der Öffentlichkeit vorstellen, außerdem sollen Vorträge dazu folgen.

LRS-Förderung ist frei von alternativ-esoterischen Ansätzen

Alternativ-esoterische Ansätze haben nichts in der LRS-Förderung zu suchen Warum haben alternativ-esoterische Ansätze nichts in der LRS-Förderung zu suchen? Dieser Frage möchten wir in diesem Fachaufsatz nachgehen. Es ist in einer offenen und pluralistischen Gesellschaft durchaus legitim, dass Eltern oder Betroffene für esoterische Ansätze offen sind. Aber aus der Perspektive der Legasthenieforschung haben diese Ansätze in der Förderung nichts verloren. Warum das so ist, werden wir hier in diesem Aufsatz erklären.   Was sind alternativ-esoterische Ansätze? Alternativ-esoterische Ansätze sind eine Umschreibung für den geläufigen Begriff Esoterik oder spirituelle neureligiöse Kulte oder Wege, von denen sich die christlichen Kirchen[1] distanzieren. Nach unserer Auffassung haben solche Ansätze in einer seriösen Förderung nichts verloren, deswegen haben wir auch in unserem Leitbild (vgl. Absatz 8)[2] festgelegt, dass Methoden aus der Esoterik (Sekten o.ä.) bei uns nicht zum Einsatz kommen. Wo hat die Esoterik ihre Ursprünge? – ein kurzer Abriss ihrer Wurzeln Der Begriff Esoterik hat …

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Ist die Nicolay-Rechtschreib-Methode ein alternativer Weg, zur Bewältigung der LRS?

Seit es das Internet gibt, werden viele alternative Ansätze für die Überwindung der Legasthenie und LRS angeboten. Eine dieser Therapieansätze ist die Methode des Pädagogen Nicolay aus München. In der langjährigen Arbeit mit Betroffenen sind uns schon viele ähnliche Ansätze begegnet, die schnelle Hilfe oder in unseriösen Fällen komplette „Heilung“ der LRS und Legasthenie versprechen. Wir überprüfen angebotene Methoden anhand der angewandten wissenschaftlichen Theorie, also inwiefern sie in der Legasthenieforschung belegt wurden. Eltern erhalten von uns eine Beurteilung, ob eine Methode als Hilfsansatz empfohlen werden kann oder nicht. In diesem Beitrag wollen wir uns die NRM genauer ansehen. Wir wollen klären, ob die „Nicolay-Recht-Schreib-Methode“ ein alternativer Weg zur Bewältigung der Lese-Recht-Schreibschwierigkeiten bei Betroffenen sein könnte. Theoretischer Hintergrund der NRM Der Münchner Pädagoge und Familientherapeut Nicolay veröffentlichte das Buch: „Das Legasthenie-Märchen“, dort beschreibt er seine Methode für Eltern und Lehrer sowie interessierte Therapeuten im Fort- und Weiterbildungsbereich. Die Nicolay-Rechtschreib-Methode verfügt über …

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