Eltern-Kind-Bindung und emotionale Entwicklung sind wichtige Faktoren zur Bewältigung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche

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Eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung fördert allgemein eine gute Bindungsfähigkeit und psycho-emotionale Entwicklung bei Kindern. Besonders bei Kindern mit Lernschwächen wie Legasthenie oder LRS ist sie ein wichtiger Schutzfaktor für eine stabile Entwicklung in der Schulzeit, die sich bis in das Erwachsenenalter auswirkt. In der frühen Kindheit werden wichtige Grundlagen gelegt, damit sich eine resiliente Persönlichkeit entwickeln kann. Psychologie und Neurowissenschaft haben dafür wichtige Indikatoren erforscht, die nach unseren Beobachtungen auch für die Entwicklung bei Lese-Rechtschreib-Schwächen und Rechenschwächen eine Rolle spielen können. Außerdem gibt es individuelle Unterschiede, neuronale Grundlagen und protektive Faktoren für die Entwicklung emotionaler Fertigkeiten. In der heutigen Forschung gewinnt der Zusammenhang von Stresserfahrungen in der frühen Kindheit und der Entwicklung emotionaler Fähigkeiten, die wichtig für allgemeine soziale Fähigkeiten sind, immer mehr an Bedeutung. Die Mehrzahl solcher sozialen Fertigkeiten entwickelt sich im Laufe der Kindheit und Jugend überwiegend aus zwischenmenschlichen Beziehungen und ist daher besonders anfällig für den Einfluss früher …

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Die aktuellen biologischen Hintergründe der Legasthenie, was Lehrer und Eltern wissen müssen

Am 2. Juni 2012 sprach Prof. Dr. Galaburda, von der Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA. Er sprach zur Fachtagung des EÖDL und DVLD an der Universität Salzburg vor 300 Fachleuten aus 15 Nationen. Galaburda gilt sei den 90er Jahren zu den führenden internationalen Hirnforschern auf dem Gebiet der Dyslexia Research (Legasthenieforschung). Er meinte als Erstes das die Legasthenie das beste Beispiel einer wechselseitigen Beziehung zwischen Kultur und Biologie sei. Sie ist ein Modell kognitiver Entwicklungsstörungen. Um eine Legasthenie in einem Kind hervorzubringen, braucht es mehrere Auslöser. Es Bedarf der Kombination von kulturellen Vorprägungen, genetischen Hintergründen und einer aus dem Rahmen fallenden Hirnenentwicklung. Erst dann kann von einer Legasthenie (Dyslexia) sprechen. Alle drei Bereiche spielen zusammen. Kein einzelner ist der Auslöser für diese spezielle Lese- und Rechtschreib-Schwäche. Galaburda bestätigt damit auch das die Legasthenie eine familiär bedingte Lese- und Recht-Schreibschwäche ist. Sie muss von verschiedenen nicht veranlagten Schwächen, man spricht …

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