Was könnten die sozialen Ursachen für Lese-Rechtschreib-Schwächen sein?

Soziale Ursachen bei Lese-Rechtschreibschwächen

Die Ursachen für Probleme mit dem Schriftspracherwerb bei Kindern sind vielfältiger Natur. In diesem Aufsatz geht es um unsere Erfahrungen mit den sozialen Ursachen. Hier machen wir uns um die frühen Indikatoren sozial-familiärer Ursachen Gedanken, die beim Erwerb von LRS in der Kindheit bei Betroffenen eine Rolle spielen können.

Nicht wenige Fachleute vermuten soziale Ursachen bei LRS

Bis heute gibt es in der Fachwelt keine einheitliche Meinung über die Ursachen für Lese-Rechtschreib-Schwächen. Mögliche Ursachen können in der Genetik, der frühkindlichen Entwicklung und neuronalen Besonderheiten der Betroffenen liegen. Viele Fachleute vermuten aber auch soziale Ursachen (Umweltindikatoren), die bei einer LRS eine Rolle spielen können.

Familie als wichtige prägende Institution für die Grundlagen der Schriftsprache

Die Schwierigkeiten sind dabei nicht direkt beim Betroffenen zu suchen, sondern in der sozialen Umwelt der Betroffenen. Eine wichtige prägende Institution ist die Familie, in der man die Grundlagen der Sprache und Schriftsprache legt und die vorschulische Entwicklung fördert. Sprechen Eltern wenig mit ihren Kindern, kann sich dies langfristig negativ auf die schriftsprachliche Entwicklung auswirken. Häufig werden diese Kinder dann ein Fall für Logopäden oder Ergotherapeuten. Gute Aussprache und intensive Kommunikation ist für die schriftsprachliche Entwicklung der Kinder wichtig. Dazu gehört eine vielseitige sprachliche, musische und kulturelle Bildung der Kinder. Sie kann einer LRS vorbeugen bzw. sie abmildern.

Nicht wenige Kinder können schon mit 4 Jahren ihren Namen schreiben. Ob das gelingt, hängt maßgeblich von der familiären Förderung ab. Die Eltern haben an dieser Stelle einen entscheidenden Part, indem sie ihren Kindern frühe Anreize dafür geben. Dazu kommt die vorschulische Förderung im Kindergarten, wo die Kinder erste wichtige Lernerfahrungen sammeln. Da die Qualität der Frühförderung nicht einheitlich ist, werden die Kinder in unterschiedlicher Art gefördert.

Fein- und Grobmotorik ist wichtig für den späteren Schriftspracherwerb

Für die schriftsprachliche Entwicklung ist eine gut ausgebildete Fein- und Grobmotorik wichtig, um in der Schulzeit eine flüssige Handschrift zu erlernen. Haben Kinder damit Schwierigkeiten, werden sie sich mit dem Schreibenlernen schwerer tun. Heutzutage hat man den Eindruck, dass diese Fertigkeiten zunehmend vernachlässigt werden. Dabei spielt die Mediennutzung (Handys, Tablets) eine entscheidende Rolle. Dies hat maßgebliche Auswirkungen auf den allgemeinen Schriftspracherwerb in der späteren Schulzeit.

Vorbildliche Mediennutzung der Eltern fördert die Konzentrationsfähigkeit

Eine gute Konzentrationsfähigkeit ist für den Schriftspracherwerb der Kinder wichtig, diese sollte schon im Kindergartenalter durch freies Spielen in der Natur und Rollenspiele mit Freunden sowie sportliche Aktivitäten gefördert werden. Eine frühe übermäßige Mediennutzung sollte bei kleinen Kindern vor dem Kindergartenalter vermieden werden. Denn die Kinder haben Schwierigkeiten, diese vielen Reize zu verarbeiten. Darum ist nur eine kurze und wohldosierte Nutzung ratsam. Wichtig ist hierbei, wie die Eltern die Nutzung der Medien vorleben. Vermutlich gibt es einen Zusammenhang, dass Kinder sich heutzutage nicht gut konzentrieren können, wenn die Eltern ihren eigenen Medienkonsum nicht im Griff haben. Aus der Praxis wissen wir, dass bei diesen Kindern recht häufig das gesamte soziale Umfeld der Familie belastet ist.

Psychische Belastungen der Eltern können Kinder zusätzlich beeinträchtigen

Familiäre Belastungen und die soziale Herkunft wirken sich auch auf die schulische Entwicklung aus. Kinder von seelisch erkrankten Eltern haben ein erhöhtes Risiko von 70 Prozent, dass sie ebenfalls psychische Probleme entwickeln werden. Das ist ein zusätzlicher Faktor, aus dem Probleme beim Schriftspracherwerb entstehen können. Sie haben ein wesentlich erhöhtes Risiko einer möglichen seelischen Behinderung, weil einzelne Elternteile mit der Erziehung und der finanziellen Lage überfordert sein können.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Auch wenn sich die Fachwelt über die möglichen Ursachen der LRS nicht einig ist, meinen viele Fachleute, dass soziale Umfeldindikatoren eine LRS begünstigen können. Speziell ein ungünstiges familiäres Umfeld und der soziale Status spielen bei der sprachlichen und schriftsprachlichen Entwicklung eine maßgebliche Rolle. Es ist nicht zu vernachlässigen, dass Kinder aus bildungsfernen Familien ein erhöhtes Risiko aufweisen können, Probleme beim Schriftspracherwerb zu bekommen. Die Förderung einer guten verständlichen Aussprache, der Zugang zu musischen und kulturellen Angeboten, die Ausbildung der Fein- und Grobmotorik sowie ein maßvoller Medienkonsum sind gute präventive Maßnahmen, um dem vorzubeugen.

Uns sind einige Fälle bekannt, in denen das soziale Milieu und der Erwerb der LRS in einem engen Zusammenhang stehen. Die soziale Herkunft der Betroffenen spielt bei der Bewältigung der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten eine wichtige Rolle. Eltern, die in die Förderung der Kinder investieren können, haben bessere Chancen auf schulischen Erfolg als die, die sich keine private Förderung leisten können und der sozial schwächeren Schicht angehören.

Diese wichtigen Einflüsse können Indikatoren bei der Entwicklung der LRS sein. Wenig davon ist bisher erforscht. Beobachtungen aus der Praxis geben aber Hinweise darauf, dass diese Faktoren eine Rolle spielen müssen. Deshalb sollten diese in der Forschung mehr berücksichtigt werden.

 

Eltern-Ratgeber: Hilfe mein Kind mit Legasthenie, soll psychisch gestört sein!?

Lese-Rechtscheibstörung oder isolierte Rechtschreibstörung (Legasthenie) werden im Manuel WHO (ICD-10), als psychische Störung aufgeführt. Hierbei handelt es sich, um eine grobe medizinische Einordnung, die bei vielen Fachleuten umstritten ist. Wir wollen in diesem Artikel uns Gedanken machen, warum dieses Störbild, so nicht stimmen kann. Eltern und Fachleute sollten diese Definition, nicht kritiklos übernehmen. Denn mit dieser Sichtweise schaden wir den Betroffen und hindern sie ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln.

Lese-Rechtschreibschwächen sind von Natur aus, kein zwangsläufiges Indiz für seelische Probleme bei Kindern im Grundschulalter. Auch wenn es uns die pharmanahen Legasthenieverbände (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.), so einreden wollen, das alle unsere Kinder mit Legasthenie, psychisch gestört seien. Wenn man die Probleme verschleppt, sie nicht frühzeitig in der Grundschule richtig erkennt, besteht die Gefahr das legasthene Kinder seelische Störungen entwickeln können. Was nicht bedeutet, das spezielle Lese- Rechtschreibschwächen (Legasthenie) einen Automatismus besitzen, eine seelische Störung zu werden. Sie können häufig durch ein geringes Selbstbild, daraus die Folge sein. Was nach unserer Sicht, mögliche psychosoziale Verhaltensprobleme und Persönlichkeitstörungen begünstigen kann. Daher ist die Annahme, dass Kinder mit einer Legasthenie, an einer seelischen Störung leiden, mit Vorsicht zu genießen. Dieses angebliche Störbild darf nicht gedankenlos und leichtsinnig übernommen werden. Denn so eine Denkrichtung stammt aus der medizinisch-psychologischen Forschung, die nur die Defizite legasthener Menschen sieht, und nicht akzeptieren will, dass es Menschen gibt, die einen anderen Zugang zum Schrifterwerb haben.

Redet man Kindern eine Krankheit, die Legasthenie oder Lese-Rechtschreibstörung und insolierte Rechtschreibstörung heißt, ein. Werden die Kinder bestimmt kein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln können. Weil, es ihnen die Umwelt (Gesellschaft, Schule und Elternhaus) versucht dies einzureden. So eine Sicht ist veraltet und sollte,  zum Wohl des Kindes, nicht verwendet werden. Auch die grobe Definition von Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) im Bildungssystem ist für eine bestmögliche Förderung und Intervention, zu undifferenziert. Hier muss man genauer wissen, wo die Ursachen der Probleme im Schriftspracherwerb herrühren könnten.

Sind diese Lernschwächen vielleicht von einen anreizschwachen familiären Umfeld in der Familien, erworben worden? Da nicht selten Eltern, aus zeitlichen oder sozialen Gründen, dem Kind zu wenige Anreize bieten, um zu Hause zu lernen. Könnten auch hier Ursachen gefunden werden. Liegt es vielleicht an den Lernmethoden oder Lernumfeld in der Schule (Schweizer-Modell, Lehrerwechsel), was nicht umfassend genug ist? Oder ist vielleicht ein Elternteil von einer Legasthenie betroffen? Sicherlich ist es hilfreich auch nach den Ursachen der geistigen- und emotionalen, wie auch sprachlichen und motorischen Entwicklung zu sehen. Es müssen auch Erkrankungen der Augen und Ohren ausgeschlossen werden. Trotzdem muss man wissen, dass die Einschätzung der Intelligenz bei Kindern mit Teilleistungsschwächen mit Fehlern behaftet ist. Da die Teilleistungen häufig unterschiedlich sind (auditive und visuelle Bereiche etc.) Hier kann es zu Fehleinschätzungen kommen. Daher sollten nur spezielle Fachleute sich die Entwicklung der Kinder ansehen. Hier beobachten, wir die häufigsten Fehler, weil Schulen und schulpsychologische Beratungsstellen, die Kinder mit ihren Schwächen, nicht richtig einschätzen können. Meistens fehlt die Qualifizierung und Spezialisierung auf diesem Gebiet. Das Gleiche gilt bei LRS-Stützpunkten an staatlichen Schulen. Die Kriterien, ob ein Kind eine Förderung erhalten soll, oder nicht, sind in der Regel für Eltern unverständlich. Da die Förderkriterien scheinbar willkürlich sind. Diese Herangehensweise der Schulen sind in der Fachwelt umstritten. Denn jedes Kind sollte mit Lese-Recht-Schreibschwächen aller Art im Bildungswesen individuell gefördert werden. Das ist, nach unseren Beobachtungen in Dresden und im gesamten Bundesland Sachsen, nicht geben. Nur Bayern macht da eine vorbildliche Ausnahme, indem man LRS und Legasthenie differenziert. 

Kommt es zu falschen Einschätzungen, kann es für das Kind problematisch werden. Denn es kann in der Schule, zu Über- oder Unterforderung kommen. Das begünstigt psychosoziale Probleme. Grundschulen haben häufig eine bequeme Lösung, indem sie diese Kinder sehr schnell in eine LRS-Klasse ausgliedern. Was noch zusätzlich, dem Kind signalisiert, dass es scheinbar nicht normal, wie alle anderen Kinder das Lesen und Schreiben erlernen kann. Dadurch besteht die Gefahr, dem Kind einen seelischen Schaden für gesamte Leben zuzufügen. Weil, mit dieser Herangehensweise dem Kind verdeutlicht, den Anforderungen der Gesellschaft, nicht zu genügen. Vermutlich sind diese beschriebenen Umweltfaktoren, mit Schuld daran, dass Kinder mit einer Legasthenie zu verhaltensgestörten Jugendlichen werden könnten. Obwohl sie von Natur aus völlig normale Kinder sind!

Unser Rat:

Sie sollten sich nicht von den Lehrern oder anderen Fachleuten verunsichern lassen, wenn diese einen Verdacht auf Legasthenie oder LRS stellen. Hier sollten Sie Ruhe bewahren und sich einen zweite Meinung einholen. Bestätigt sich der Verdacht einer Lernschwäche, ist es wichtig, das Kind in seinen Ressourcen zu fördern. Denn das Kind soll nach seinen individuellen Möglichkeiten durch die Schulzeit kommen. Das möglichst seelisch unbeschadet! Erleben Kinder eine gute Grundschulzeit, werden sie auch bis ins Erwachsenenalter davon profitieren. Aus der Forschung ist bekannt, dass viele Legastheniker, durch negative Erfahrungen in der Schule, seelische Probleme entwickeln werden. Man geht von rund 50 Prozent aus, die Verhaltensstörungen in Verbindung mit einem geringen Selbstwertgefühl entwickeln werden. Süchte bis hin zur Gewaltbereitschaft sind der Teufelskreis undifferenzierter Lernschwächen, die sich bis in das Erwachsenenalter hindurchziehen werden. Soweit sollte man es nicht kommen lassen!

Im frühen Stadium bei Grundschülern kann davon ausgegangen werden, dass es bei den meisten Kindern seelische Probleme präventiv vermieden werden können. Deswegen sollte man genauer hinsehen, was die Ursachen dieser Lese- und Rechtschreibschwächen sind. So kann die weitere schulische Entwicklung der Kinder gelingen.

 

Eltern-Ratgeber: So können Sie Ihr legasthenes Kind stärken!

Kinder mit speziellen Lese-Recht-Schreibschwächen (Legasthenie) sind für Eltern häufig eine Herausforderung. Denn nicht nur der Erwerb der Schriftsprache ist bei diesen Kindern ein Problem, sondern es können noch zusätzliche Probleme im Sozialverhalten sich dazugesellen. Darum ist eine frühe Diagnostik in der Grundschulzeit angebracht. Dieser Ratgeber wird ihnen einige Tipps und Informationen geben, wie man sein Kind mit Legasthenie am besten stärken kann. Denn dies ist die wichtigste Prävention, um möglichen seelischen Problemen vorzubeugen. 

Differenzierte Feststellung der Lernprobleme, bedeutet frühe Prävention im Grundschulalter! 

LRS-Feststellverfahren an Schulen, sind nach unseren Beobachtungen in Dresden und Sachsen, häufig sehr undeutlich. Weil, die Schulen, je nach LRS-Stützpunkt, unterschiedliche Tests verwenden. Daher erscheint uns die LRS-Testung der Kinder, als nicht differenziert und eher willkürlich. Denn eine differenzierte Förderdiagnose muss wesentlich mehr Leisten, als nur die qualitative und quantitative Testung der Lese- und Schreibleistungen. Wir beobachten Kinder, die mit dem Schweizer-Modell unterrichtet wurden, die haben in der Regel wesentlich mehr Probleme im Schriftspracherwerb, als die Kinder die mit der klassischen Fibel-Methode unterrichtet wurden. Das ist ein weiterer Umweltfaktor der sich aufs Lernumfeld bezieht, was die Fehlermengen bei Testungen erhöhen könnte. Man spricht hier von Erwerbfakoren einer LRS. Obwohl betroffene Kinder keine Probleme in der kindlichen Entwicklung (Intelligenz, Motorik, Sprache etc.) aufweisen, oder es keine familiären Anlagen bekannt sind. Daher kann es zu Fehleinschätzungen bei Kindern kommen. Diese Faktoren beobachten wir nicht selten in Dresden und Sachsen! Es ist von einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auszugehen, das Testergebnisse dieser Kinder, nicht richtig die Ursachen einer LRS oder Legasthenie einschätzen können, da man nur die Symptome misst. Daher ist es ratsam, wenn Eltern die Förderung in einer LRS-Klasse abwägen wollen, nochmals das Kind tiefgründiger zu Testen, um auch genauer nach den Ursachen einer Lese-Recht-Schreibschwäche zu sehen. Immer wieder Beobachten wir Kinder, bei denen keine LRS-Klasse notwendig wäre. Sondern differenzierte Einzelförderung für legasthene Kinder oder qualifizierte LRS-Nachhilfe.

In unseren Fachartikeln haben wir schon häufig darauf hingewiesen, das LRS-Klassen aus der wissenschaftlichen Perspektive, umstritten sind. Will man Kindern die bestmögliche Förderung angedeihen lassen, muss man auch über die Ressourcen (Begabungen) der Kinder Bescheid wissen. Daher ist eine differenzierte Förderdiagnose wichtig, um präventiv auch Probleme der psychosozialen Entwicklung zu vermeiden. Das kann eine LRS-Klasse nach unseren Beobachtungen nicht leisten! Häufiger wird beobachtet, das der „LRS-Stempel“ der Schulen, sich negativ auf die Entwicklung der Kinder auswirken kann. Zumindest beobachten wir einige Indizien dazu, das diese Sonderklassen, scheinbar wenig effektiv sind. 

Häufig haben Kinder mit speziellen Lese-Rechtschreibschwächen (Legasthenie) spezielle Begabungen, die sie durch ihre Probleme im Schriftspracherwerb kompensieren können. Daher fallen häufig die Kinder mit wirklicher ‘Legasthenie’, nicht auf. Häufig ist zu beobachten, das sie mit ihrer guten Grundintelligenz, die Probleme in der Grundschule kompensieren können. Nicht selten, fallen die Probleme dann in den höheren Schulstufen auf. Erkennt man aber die Probleme erst in der Oberschule oder im Gymnasium, besteht die Gefahr, das seelische Probleme dazukommen. Deswegen ist es wichtig, die Probleme so früh, wie möglich zu erkennen. Denn das ist die beste Prävention! 

Es ist wichtig früh die Stärken legasthener Kinder zu erkennen! 

Der Fokus das legasthene Kinder nur Schwächen statt Stärken haben, ist kein guter, der die Kinder in ihrer Entwicklung fördert. Daher ist es sehr wichtig, sie auch mit ihren speziellen Schwächen, besonders auch in ihren Interessen und Fähigkeiten zu fördern. Daher ist das Störbild der WHO, den auch die pharmanahen Legasthenieverbänden (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.) vertreten, ethisch bedenklich. Da nicht Kinder automatisch mit einer Legasthenie, eine seelische Störung aufweisen! Das widerspricht jeglicher Sachlogik! 

Fördert man Kinder frühzeitig in ihren Stärken, werden sie auch ein gesundes Selbstbild entwickeln können. Sie werden dann wesentlich seltener seelische Störungen entwickeln, weil sie gelernt haben, sich nicht nur über ihre Schwächen zu definieren. Sondern kennen ihre guten Fähigkeiten, die es zu fördern gilt. Da weisen die Ansätze der erwähnten Verbände und auch der Verfahrensweisen der Schulen, bis heute größere Mängel auf. Beide Ansätze, passen heute nicht zu einem umfassenden Verständnis, wie man die Kinder fördern und integrieren sollte. Daher ist nach unserer Sicht, dies ethisch bedenklich. Hier braucht es wesentlich mehr Bemühungen, die Probleme im Schriftspracherwerb zu differenzieren. 

Hier braucht es einen wesentlich pragmatischeren Umgang mit den Lernproblemen der Kinder. Denn Fördert man das Kind in seinen Potenzialen, dass schon in der frühen Kindheit, wird es sich in der ganzen seelischen und emotionalen Entwicklung, besser entwickeln. Als wenn man ihm signalisiert, das es nicht ‘gut genug’ oder ‘gestört’ ist. Daher sollten die Stärken legasthener Kinder frühzeitig erkannt werden. Eltern können hier einen besonderen Beitrag leisten, der den Kindern in ihrer individuellen Entwicklung hilft. Die Rolle der Eltern ist nämlich nicht zu unterschätzen, wie sich Kinder mit einer Legasthenie entwickeln können. Im positiven, wie im negativen. 

Mit diesen Tipps und Ratschlägen können Sie Ihr legasthenes Kind stärken: 

  • Erklären Sie Kindgerecht die Probleme im Lesen und Schreiben

  • Signalisieren Sie niemals dem Kind, das es Krank oder Gestört ist

  • Fördern Sie Ihr Kind in den vorhandenen Ressourcen (Stärken), um die Probleme langfristig zu kompensieren (So verhindern Sie präventiv, Störungen im Sozialverhalten!)

  • Das Kind darf niemals mit seiner Schwäche einen Sonderstatus erhalten, sondern es soll lernen selbstbewusst seine Probleme in den Griff zu bekommen (Hilfe zur Selbsthilfe!)