Posts Tagged ‘Legasthenie’

Auweia: Die Halbjahres-Zeugnisse werden bald verteilt!

Donnerstag, Februar 9th, 2012

Viele unserer Dresdner Schüler fürchten diesen Tag schon seit Wochen. Nun naht sehr bald die Zeugnisausgabe der Halbjahreszensuren in den Schulen. Für viele sind diese Zensuren schon richtungsweisend für eine mögliche Versetzung bzw. der Hinweis versetzungsgefährdet zu sein. Die letzten Monate haben viele Eltern mit ihrem Kind viel Zeit mit Üben verbracht. Einige haben es auch mit Nachhilfe oder Lerntherapie versucht. Doch in den wichtigen Schlüsselkompetenzen hat sich sehr oft kaum was weiter bewegt. In den Fächern Deutsch und Mathematik, auch manchmal in der Mitarbeit, dem Fleiß und der Ordnungsliebe oder gar im Betragen war in den letzten Monaten oft wenig Besserung in Sicht.

Nun stellt sich die große Frage für immer mehr Eltern, was sollen sie nun tun? Bei den wichtigen Fächern wie Mathe und Deutsch kann es sich manchmal um Motivationsprobleme oder Wissensdefizite handeln, sie können sich als vorübergehende Lese-Recht-Schreibschwäche (LRS) oder Rechenschwäche äußern. Diese zeigen sich in der Regel anhand von gleichmäßigen orthografischen Fehlern oder rechnerischen Regelfehlern. Diese kann man mit einer qualifizierten Nachhilfe in einigen Monaten sehr gut in den Griff bekommen. Das kann beispielsweise bei erworbenen Problemen der Fall sein, sofern keine Krankheiten (Sinnesorgane, Entwicklungsverzögerung, Psyche, Sozialverhalten) vorhanden sind, die Hilfe von Seiten der Gesundheitsberufe bedürfen.

Abgesehen davon, kann sowohl die methodische Vermittlung in der Schule eine zentrale Rolle spielen, als auch ein anreizschwaches Umfeld in der Familie selbst.
Genau deshalb ist nicht jede Lese-, und Schreib- als auch Rechenschwäche das selbe wie eine familiäre Anlage, wie es bei Legasthenie und Dyskalkulie ist. Diese entwickeln ganz unabhängig von der Intelligenz und dem sozialen Umfeld. Hier sind auch die Symptome und Ausprägungen deutlich vielfältiger und unspezifischer als bei erworbenen Problemen.
Diese sehr speziellen Lernschwierigkeiten, die mit genetischen (familiären Anlagen) Ursachen zu tun haben, bekommen sie weder mit Nachhilfe noch mit Lerntherapie, Logopädie und Ergotherapie langfristig in den Griff.

Leider wird immer wieder behauptet, dass eine Legasthenie und Dyskalkulie mit viel Üben und Therapieren verschwinden würde. Man begründet dies damit, da es ja nur an der Faulheit oder an einer Krankheit der Schüler liegen würde. Vorsicht! Tut man nichts, werden die Probleme sich bis in das Jugendalter bzw. Erwachsenenalter verschleppen und können möglicherweise dann zu seelischen Problemen führen. Verhaltensprobleme können daraus resultieren, die sehr der ADHS ähneln können. Aber diese Krankheiten sind sehr selten in Kombination mit Legasthenie und Dyskalkulie in der praktischen Arbeit zu beobachten. Die andere Seite der Medaille ist: Tun man wieder zu viel, rennt mit dem Kind zu jedem möglichen Therapeuten, kann man dem Kind sicherlich auch auf längere Sicht gesehen eher Schaden antun.

Darum muss das Motto sein, auch weniger hilft dem Kind mehr als zu viel. Insbesondere bei einer Legasthenie und Dyskalkulie. Diese Probleme kann man nur mit einem Spezialisten in den Griff bekommen, der ein fachübergreifendes Verständnis der Problematik als Ganzes besitzt. Dazu braucht man aber den Spezialisten, der umfassend ausgebildet ist und Ihnen mit Rat und Tat beiseite stehen kann. Er wird Ihnen, auch wenn nötig, andere Gesundheitsberufe (Ärzte, Psychologen, Logopäden, Ergotherapeuten) für die Hilfe des Kindes empfehlen. So vermeiden Sie einen Therapiemarathon! Ein Therapiemarathon, der erstens sehr viel Geld kosten kann, und zweitens dem Kind unter Umständen noch mehr Druck und Probleme bereiten kann.

Die Pharmaindustrie hat ein Interesse daran, möglichst viele Kinder zu therapieren, um ihre Produkte abzusetzen und ihre Gewinne zu steigern. Sehr zu bedauern ist, dass mittlerweile auch Selbsthilfeverbände die Behandlung nach der ICD-10 bis hin zur medikamentösen Behandlung, die einer Ritalin-Therapie sehr ähneln kann, propagieren, was wissenschaftlich äußerst umstritten ist. Darum haben einige Wissenschaftler auch kein wirkliches Interesse die Probleme zu differenzieren. Eine Pauschale Zusammenfassung, das macht es viel einfacher, möglichst alle auf Kosten des Gemeinwesens therapieren zu können.

Aber wollen wir wirklich jedes Kind, das nicht unserer Norm entspricht, durch Lerntherapie perfektionieren? Kinder sind Kinder, auch wenn sie anders sind, gehören sie zu uns, zu unserer Gemeinschaft. Daher ist eine umfassende Förderung eines Legastheniespezialisten notwendig, der die Probleme kompensieren hilft und nicht therapiert. Eine Legasthenie und Dyskalkulie kann man mit spezieller Förderung sehr gut in den Griff bekommen.

Hat Ihr Kind unklare Probleme mit dem Lesen und Schreiben, manchmal auch beim Rechnen? Möglicherweise handelt es sich um eine der vielfältig in Erscheinung tretenden Lernschwäche, die es für die umfassende, ganzheitliche Förderung zu unterscheiden gilt. Nur sehr wenige Fachleute sahen sich bisher in der Lage, diese von einem Spezialisten getestet wird und eine individuelle, maßgeschneiderte Förderung erhält. Der Erfolg wird sich einstellen: wieder Spaß am Lernen zu haben. Eine Voraussetzung dafür, dass sich Ihr Kind schrittweise in der Schule verbessern kann.

Ich bin anders, aber ganz Normal! – Ein Leben mit Dyskalkulie und Legasthenie im Erwachsenenalter

Montag, Januar 30th, 2012

Bis Ende März, Anfang April wird es eine 20-minütige Aufklärungsreportage mit einem unserer Schützlinge geben. Jana Kunath wird uns von Ihrer Lebensgeschichte als Betroffene erzählen. Und uns ins alltägliche Leben einer Betroffenen erwachsenen mitnehmen.

Wie bei sehr vielen Betroffenen hat man nicht genauer hingesehen, dass Jana Kunath (23 Jahre) nicht lernbehindert ist. Sondern, die Probleme, die Sie mit dem Lesen, Schreiben, Rechnen hat. Seit der Grundschulzeit, mit einer Kombination einer familiär bedingten Legasthenie/Dyskalkulie zu tun hatten. Sie durchlief wie die meisten eine Förderschule für Lernbehinderte. Lernte einen Beruf deutlich unter Ihren Fähigkeiten, obwohl Sie in der Lage ist, eine normale Ausbildung zu absolvieren.

Eines Tages bemerkte es aber eine Psychologin das Jana Kunaths Schwierigkeiten mit dem Lesen, Schreiben, Rechnen zusammenhängen müssen. Dass aber unabhängig von Ihrer „normalen“ Intelligenz. Ganz abgesehen davon haben wir die Beobachtungen bestätigen können, dass sie keine klassische Lernbehinderte ist. Sie ist zwar anders, aber normal wie alle anderen jungen Erwachsenen in ihrem Alter.

Seit dieser Zeit nahm Ihr Leben eine gute Wende! Genau über diese authentische Lebensgeschichte werden wir eine schöne Reportage drehen. Tabea Osswald wird uns bei der Regie und Umsetzung unterstützen.

Weitere Infos wird es an dieser Stelle in der kommenden Zeit geben!

Buchbesprechnung: Dyskalkulie (Landerl/Kaufmann)

Montag, Januar 30th, 2012

Das Fachbuch der Reinhardt der UTB-Reihe zum Thema: Dyskalkulie von der Entwicklungsphysiologin Prof. Dr. Karin Landerl und der Neuropsychologin Dr. Mag. Liane Kaufmann.

Es geht auf die allgemeinen Grundlagen der Zahlenverarbeitung ein. Sowie auf die allgemeine Entwicklung der Zahlenverarbeitung bei in der menschlichen Entwicklung. Anhand verschiedener Modelle werden diese Bereiche verdeutlicht. Im zweiten Kapitel geht es um die Definition der Dyskalkulie, Epidemiologie, Prognose, Neuroglosche Befunde. Weiter geht es auch auf verschiedene andere Fragen ein, welche Probleme eine Dyskalkulie verursachen. Man stellt auch die Frage nach den Subtypen und stellt ein interessantes Kausalmodell vor.

Das vierte Kapitel geht auf die Diagnostik der Dyskalkulie ein, geht auf die Schuleingangsuntersuchungen ein. Des Weiteren wird auf die neuropsychologischen Theorien der Zahlenverarbeitung die auf den Rechenleistungen basieren eingegangen. Als Nächstes werden weitere psychologische Testverfahren zusammengestellt. Im letzten fünften Kapitel geht man auf die Instruktionen, Förderung und Interventionen von Schülern mit Dyskalkulie ein. Als Weiteres findend man im Anhang ein nützliches Glossar, Literaturverweise sowie ein Sachregister.

Es ist ein komprimiertes Faktenbuch über den Stand der psychologischen und neurobiologischen Forschung im internationalen Kontext. Dieses Buch zeigt uns auch die Zerwürfnisse in der wissenschaftlichen Theorie und Praxis auf, die auch die Probleme der Differenzierung und Diagnostik aufzeigen. Und zeigt es, dass wir von einem umfassenden Ansatz für die Betroffenen weit entfernt sind. Uns zeigt es, es fehlt eine umfassende Definition der sehr vielfältigen Rechenschwächen, die Diskussion ähnelt, wie genetisch bedingter Legasthenie und erworbener Lese-Recht-Schreibschwäche (LRS). Interessanterweise wird aber auf das Diagnostische Manuel der WHO-ICD-10 (Dilling/Freyberger 2001) anführte Definition der “Rechenstörung” (F 81.2) nur als bedingt hilfreich angesehen. Da eben eine Rechenschwäche viel umfangreicher ist als eine pauschalierte Zusammenfassung. Für Arbeit mit Betroffenen ob in der Diagnostik, als auch umfassenden Förderung sind uns diese Definitionen nicht hilfreich. Dieses Buch zeigt auch nur den pathologischen Ansatz, der nicht wirklich in der pädagogischen Förderung kompatibel ist.

Als Weiteres wird auch angeführt das bei der Diagnostik mittels HAWIK-IV (Petermann/Petermann 2007; K-ABC, Melchers/Preuß 1996) zu Diskrepanzen kommt und häufig schlechter abschneiden. Deswegen werden nicht wenige Schüler auch auf eine Förderschule für Lernförderung verwiesen. Weil, die Betroffenen nicht richtig eingeschätzt werden können. Obwohl diese von der allgemeinen Intelligenz durchschnittlich “normal” sind. So erleben wir die Arbeit mit Betroffenen und beobachten auch das Scheitern vieler im Erwachsenenalter.

Ein nächstes wird auch deutlich das der Zusammenhang einer Legasthenie und Dyskalkulie sehr eng, und mehrere Studien bestätigen eine Kombination bei Schülern. Wir zitieren von Seite 98: “Dyskalkulie tritt in vielen Fällen nicht isoliert auf, sondern in der Kombination mit Legasthenie oder ADHS auf.” Es werden jedenfalls 5. verschieden Studien vorgestellt die, diese Kombinationen bei Kindern und Jugendlichen untersucht haben. Wir finden eine deutsche Stichprobe von, Prof. Michael von Aster von 2007 mit 337 Kindern der 2. Klassenstufe diese besagt, dass sogar 70 Prozent eine Kombination Rechenschwäche und Lese-Rechtscheibstörung aufwiesen. Nach unseren Beobachtungen sin diese Zahlen, auch für Dresden gut nachvollziehbar.

Denn wir, hatten bisher noch keine mit einer Dyskalkulie der keine Kombination einer Legasthenie aufwiesen. Zumindest zeigen sich deutliche Schwierigkeiten im Lesen, nicht immer in der Rechtschreibung. Es wird auch hingewiesen, das es mehrere Varianten gibt. In der Diagnostik werden diese Schwierigkeiten meistens nicht richtig zugeordnet. Deswegen scheitern auch viele Kinder und Jugendlichen in der langfristigen Förderung, weil sie dann von Therapeuten zu Therapeuten gehen müssen, in Deutschland gibt es zu wenige Spezialisten, die sich mit diesen Kombinationen auskennen. Sicherlich wird es hier regionale Unterschiede in Deutschland geben, in welcher Weiße man den Betroffenen zu helfen versucht. Außerdem ist gibt es keine Studien über die Langzeitauswirkung einer langfristigen Auswirkungen auf die Schullaufbahn, sowie der beruflichen Entwicklung, zumindest wird angenommen das die Auswirkungen mit kombinierten Problemen deutlich schwieriger sind als, wenn es nur eine isolierte Lese-Recht-Schreibschwäche ist. Nach englischen Studien gab es Stichproben unter 37-jährigen Männern, dass die Arbeitslosenrate bei diesen mit adäquaten Rechen- und Leseleistungen bei 8 Prozent lag, bei Personen mit auffällig schwachen Rechenleistungen aber bei beachtlichen 48 Prozent und 41 Prozent mit schwachen Leseleistungen. In dieser englischen Stichprobe wird dargelegt, dass jeder zweite Betroffene mit einer Rechenschwäche arbeitslos war. Dies zeigt uns, dass die Relevanz der Forschung nach Gesichtspunkten des Gemeinwohls total vernachlässigt wurde. Gäbe es in Deutschland ähnliche Untersuchungen, käme man mit Sicherheit auf sehr ähnliche Ergebnisse.

Wir haben, schon ein großes Problem in der Differenzierung der verschiedenen Schwierigkeiten mit dem Lesen, Schreiben, kommen dann komplexe Kombinationen hinzu, scheitern alle Integrationsversuche. Hier in Sachsen beobachten wir es schon mehr als 20 Jahre das sich auf der ganzen Ebene sehr wenig getan hat. Das sich der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. als erster Selbsthilfeverband, um die Belange dyskalkuler Menschen kümmern würde halten wir als völlig hypothetisch und unangemessen, da die Praxis uns ganz andere Fakten zeigen. Denn die meisten Betroffenen kennen diesen Verband gar nicht. Und wenn sie ihn um Hilfe bitte hören wir immer wieder von Betroffenen ernüchterte Berichte, dass man von dieser Seite fast keine umfassende Hilfe bekommt. Der große Fehler den wir schon seit vielen Jahren kritisieren ist der sehr einseitige medizinische Ansatz der sich immer nach der ICD-10 orientiert, dieser ist in der Praxis für die Förderung von Betroffenen aller Altersklassen zum Scheitern verurteil. Aus der Perspektive der Betoffenen können wir nur sagen, dass diese nicht als „Rechen- oder Lesegestörte“ bezeichnet werden wollen. Das ist auch aus wissenschaftlicher Sicht diskriminierend. Uns klingt es manchmal nach Selektion einer alten grausamen Zeit, aber nicht nach umfassender Integration im Dienste legasthener und dyskalkuler Menschen.

Fazit: Dieses Buch ist nur ein Grundlagenbuch für die wissenschaftliche Theorie. Für die praktische Arbeit und Integration eignet sich dieses Buch nicht. Für ein Lehrbuch ist es nach unser Sicht nicht objektiv genug. Weil, es auch andere Ansätze, wie die von Dr. Kopp-Duller völlig ignoriert, was wissenschaftlich einseitig ist. Daher ist dieses, kein unabhängiges Buch für die akademische Bildung. Sondern es ist scheinbar ein Buch aus Sicht des Selbsthilfeverbandes. Der, wie wir schon lange wissen, eng mit der Pharmaindustrie verstrickt ist. Will, man den Betroffenen helfen braucht es einen umfassenden Ansatz. Dieser fehlt uns diesem Buch völlig – es zeigt uns, dass Wissenschaft in ihrer grauen Ignoranz anderer Disziplinen stecken geblieben ist. Für die pädagogische Arbeit eignet sich dieses Buch nicht. Wir haben schon aus der Reinhardts UTB-Reihe schon “bessere” Literatur rezensiert.

Weiterbildung bei der IHK Bildungszentrum gGmbH

Samstag, Januar 28th, 2012

Die Leitung des IHK Bildungszentrum gGmbH hatte mich schon im letzten Jahr wegen einer Dozententätigkeit gefragt. Hierbei geht es, um die Weiterbildung von Fachpersonal in der Grundbildung und Alphabetisierung.

Heute gestern hatte ich eine wirklich gute Weiterbildung beim IHK-Weiterbildungszentrum unter dem Motto: Grundlagen der Lese, – Schreib- und Rechenschwächen in der Grundbildung und Alphabetisierung. Es war ein Grundlagenworkshop zu den Hintergründen der Legasthenie- und Dyskalkulieforschung als auch zu den Definitionen und Modellen.

Im März wird der zweite Teil für diese Weiterbildung sein, hier geht es dann um die Diagnostik und Förderung als auch um die Integration von Jugendlichen und Erwachsenen. Dafür werde ich Beispiele aus der Praxis aufzeigen. Es ist auch in Planung, das ein Schützling erzählen wird, wie er sich im Training entwickelt hat.

Bei den Lehrkräften, die ich unterrichtet habe, erlebte ich sehr viel Aufgeschlossenheit und Offenheit zu meiner Sicht zur Thematik. Ich bekam viele ermutigende Rückmeldungen! Es ist wirklich ein gutes Projekt, was die Bildungsakademie da auf die Beine gestellt hat.

Legasthenie Coaching gehört zu den besten Spezialisten Blogs im Internet

Donnerstag, Januar 12th, 2012

Unser Legasthenieverband EÖDL unseren Blog mit als besten Spezialisten Blogs im Bereich Legasthenie und Dyskalkulie gelistet. Worüber wir uns sehr freuen! Vielen Dank, an unsere Legasthenieverbände DVLD und EÖDL.

Jahr 2012, neues Themes, Schwerpunktthemen

Montag, Januar 2nd, 2012

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Noch vor Weihnachten haben wir unsere Institutsseiten und Weblogs an ein übersichtlicheres WordPress-Themes angepasst, so können unsere Leser besser navigieren, wie auch die Inhalte besser finden. Mit dem alten Themes war dies nicht so optimal gelöst, was uns in der Besucherstatistik aufgefallen ist.

Des weiteren haben wir ein paar neue Seiten hinzugefügt, sehen Sie sich doch einfach auf unseren neuen Seiten, um.

Es wird in diesem Jahr alle 8 Wochen einen Ratgeber zu unserem Schwerpunktthema geben. Wir werden dieses Mal das Thema genetisch bedingte Dyskalkulie und erworbene Rechenschwäche uns vornehmen.

Zusätzlich werden wir über die genaueren Hintergründe über die Zusammenhänge von Lernschwierigkeiten und Hochbegabung eingehen.

Als Weiteres können wir schon verraten, dass es ein spannendes Outing einer Betroffenen geben wird, die von einer nicht seltenen Kombination aus Legasthenie/Dyskalkulie betroffen ist. Es wird einen spannender Bericht werden, der viele andere ermutigen wird.

Aber es wird sicherlich deutlich mehr sich in diesem Jahr ereignen.

Schauen Sie einfach immer wieder vorbei und bleiben Sie uns als Leser und Leserin treu.

Legasthenie Coaching wünscht frohe Weihnachten

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

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Wir wünschen allen unseren Klienten mit ihren Familien eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.

Unser Institut hat in der Zeit vom 24.12.11 – 02.01.12 Ferien.

Bis demnächst!

Ratgeber: Legasthenie im Erwachsenenalter

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Es gibt viele Erwachsene hier in Dresden und Sachsen, die von einer Legasthenie betroffen sind. Nach Schätzungen der EDA (European Dyslexia Association) geht man von rund 30 Millionen Europäern aus, die Probleme mit den Lesen und Scheiben haben. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es sehr unterschiedliche Aussagen, wie hoch die Zahlen sind. Die Zahlen variieren von 5-25 Prozent. Wahrscheinlich sind 15 Prozent nicht unrealistisch, es wären auf die Dresdner Landeshauptstadt immerhin 76.000 Einwohner die Betroffen sind. Und in Sachsen wären es demnach rund 670.000 aller Altersklassen.

Mit solchen Zahlenspielen kann man nur darstellen, dass wir mit sehr großer Sicherheit ein großes Problem mit Menschen die Schwierigkeiten mit dem Erwerb des Lesens und Schreibens haben. Mehr aber auch nicht! Hier werden alle Probleme sehr grob zusammengefasst.

Es gibt sehr große Unterschiede zwischen familiär bedingten (Legasthenie) und erworbenen (LRS) Problemen mit den Lesen und Schreiben verursachen. International gesehen gibt es aber keine wirkliche Unterscheidung der Probleme, da man sie nur als Dyslexia (seit 1940) kennt. Bis heute ist schon einiges in der Forschung geschehen, aber es gibt darüber keinen wirklichen Konsens, wie man diese Schwierigkeiten klassifizieren müsste. Darum haben wir schon seit vielen Jahrzehnten ein großes Problem in der Diagnostik und individuellen Förderung dieser Menschen. Weil, man sich weniger mit den Ursachen und Wirkungen beschäftigt hat und eben nur die Symptome allgemein zusammen gefasst hat.

Die Realität ist es eben deutlich Komplexer, als eine sehr grobe Zusammenfassung nach einer ICD-10-Klassifizierung der WHO. Daher sind alle Versuche zum Scheitern verurteilt, weil man an den falschen Stellen die Ursachen und Auswirkungen sucht, den sie sind nicht immer mit einer Lernstörung oder mit seelischen Problemen zu begründen.

Bis heute gibt es darüber keinen Konsens über die Unterscheidung der Probleme mit den Lesen und Schreiben. Der Psychiater Paul Ranschburg erfand den Begriff Legasthenie, der aber von nachhaltigen geistigen Rückständen höheren Grades ausging. Daher kamen viele Betroffene auf eine Sonderschule für Lernbehinderte, diese Definition wirke bis heute noch nach, daher haben diese Probleme bis heute einen überbetonten medzinsch-psychologischen Ansatz. Dieser bildete für die meisten Methoden die Grundlage zur Lerntherapie dieser umschriebenen Lernstörungen. Darum gibt es unzählige Förderansätze, die für die Hilfesuchenden nicht verständlich sind. In den 50er Jahren widerlegte die Schweizer Psychologin Dr. Maria Lindner die Sichtweisen von Ranschburg und setzte sich für eine normale Beschulung legasthener Schüler ein, in dieser Zeit wurden die Schüler ganz praktisch in die Schule integriert. Was bis in die 60er Jahre in den alten Bundesländern der Fall war. Danach ging man wieder große Schritte zurück, man bezeichnete die Probleme als Lernstörung und Teilleistungsstörung und betonnte ohne Unterscheidung der Ursachen und Wirkungen übermäßig den medzinisch-psychologische Aspekt, woraus der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. entstand. So war die Entwicklung bis zur Wendezeit in den alten Bundesländern, und die Ansätze wurden auch hier in den neuen Bundesländern teilweise übernommen.

Zu DDR-Zeiten waren wir von jeglicher internationaler Forschung abgekoppelt. Sicherlich war die Definition von Ranschburg noch geläufig, da viele Betroffene auf eine Sonderschule oder in eine LRS-Klasse kamen. Von staatlicher Seite hat sich bis heute nichts zum Positiven geändert, dass haben wir persönlich erlebt und beobachten es auch bei sehr vielen Betroffenen im Erwachsenenalter in der praktischen Arbeit. Die Lage ist unverändert schwierig besonders wenn es, um die Förderung und Integration geht.

Eine wirkliche Legasthenie liegt schon seit Generationen als familiär bedingte Anlage vor, die sehr facettenreich auftreten kann. Sie hat jedenfalls eindeutig nichts mit Unvermögen oder Dummheit zu tun, sondern gehört schon immer zu uns Menschen. Eine große Rolle spielt auch unsere kulturelle Entwicklung der letzten 250. Jahre, wo das Lesen und Schreiben immer wichtiger wurde. Wer bis heute eben nicht diese Fähigkeiten ausreichend beherrscht, gilt in der Öffentlichkeit als schwach, krank und behindert. Sicherlich mag es erworbene Probleme zur Unterscheidung geben, die eine Beeinträchtigung des Lernens erschweren können. Darum muss man die Probleme auch unterscheiden, um den Betroffenen überhaupt helfen zu können. Deswegen sind die Probleme mit dem Lesen und Schreiben nicht dieselben!

Daher kann man in der Diagnostik auch bei einem Erwachsenen die Ursachen nicht anhand eines LRS-Tests erkennen, sondern hierfür braucht es langjährige fachübergreifende Erfahrungen, um die wirklichen Ursachen zu erkennen. Meistens haben junge Erwachsene schon im Leben viel erlebt, durchliefen eine Sonderschule oder eine LRS-Klasse, oder mogelten sich anders durch die Schullaufbahn. Die Probleme sind deswegen nicht weniger geworden. Sicherlich sind die Ursachen in der unzureichenden frühen differenzierten Diagnostik und umfassenden Förderung zu suchen. Ein Großteil hat beides nicht erfahren. Weswegen dies auch gravierende Auswirkungen in der ganzen persönlichen Entwicklung hatte. Jeder Betroffene erlebt dies sehr unterschiedlich, es spielt auch der familiäre und soziale Status eine wichtige Rolle.

Deswegen sind auch die Probleme der Erwachsenen sehr unterschiedlich, eine ganze Menge entwickelt im Laufe der Zeit auch seelische Folgeerkrankungen, weil man die Wurzel des Problems nicht genauer erkannt, hat. Denn eine differenzierte Diagnostik kann diese sekundären Erkrankungen präventiv vermeiden, weil eine Legasthenie ganz selten seelische Probleme in der Kindheit verursacht. Nur langfristig werden die Probleme hinzukommen und die wirklichen Ursachen überdecken. Rund 40 Prozent der Betroffenen entwickelt deswegen leider Folgeerkrankungen, weil sie nie eine richtige Diagnose und Förderung erhalten haben. Die Dunkelziffer kann durchaus höher sein.

Für Erwachsene Legastheniker gibt es dennoch die Möglichkeit die Probleme mit dem Lesen und Schreiben in den Griff zu bekommen. Eine Legasthenie ist kein unüberwindbares Übel, sondern man kann sich entscheiden, entweder man kann nur Straßenschilder Lesen oder man wird vielleicht sogar später einmal ein Schriftsteller.

Hat man die Probleme erkannt, gibt es gute Chancen auch im fortgeschrittenen Erwachsenenalter die Schwierigkeiten zu überwinden, es liegt an der Motivation sich dem Thema zu widmen. Es ist zwar für einen jungen Erwachsenen deutlich schwerer, aber es ist mit viel Mut und Rückhalt, möglich ein Leben wie alle anderen zu führen.

Es liegt ja nicht an der Intelligenz, sondern, wir lernen einfach anders das Lesen und Schreiben. Nicht wenige haben viele gute Fähigkeiten, die es zu fördern gilt. Darin muss auch ein wichtiger Fokus liegen. Stures Lese- und Rechtschreibtraining bringt da wenig, sondern die Förderung der ganzen Persönlichkeit ist für die umfassende Hilfe deutlich wichtiger. Denn der Betroffene braucht wieder ein gesundes Selbstvertrauen in seine Fähigkeiten.

Nicht wenige haben Fähigkeiten auch besonders im sprachlichen Ausdruck, warum sollten sie es nicht lernen Ihre Gedanken auf ein Blatt Papier zu bekommen oder Literatur zu Lesen, die Ihnen Freude macht? Ein Legastheniker wird seine Freude am Lernen neu entdecken, wenn er über seine Interessen gefördert wird. Darum gibt es keine routinierte Förderung, die einem Schema die den betroffenen hilft.

Das IPad ist für das moderne Lernumfeld ein gutes Hilfsmittel

Montag, November 21st, 2011

Es gibt unzählige Hilfsmittel für das heutige Lernumfeld. Nur wenige eigenen sich für die praktische Anwendung im Alltag. Eltern suchen oft nach einem, was zum Lernen gut geeignet ist, und ist nicht selten mit der Fülle des Angebotes überfordert. In unserer Arbeit erproben wir verschiedene Hilfsmittel für die Förderung. Heute werden wir uns einmal das iPad genauer ansehen.

Ein optimales Hilfsmittel für legasthene Schüler muss flexibel auf die Bedürfnisse angepasst werden können. Wichtig ist auch die einfache Bedienung des Geräts. Das iPad2 von Apple bietet für das mobile Arbeiten, besonders beim Lernen eine recht gute Alternative, als ein Netbooks oder Notebooks. Besonders ist das Touch-Pad, wo der Name iPad herrührt, man kann alles mit Fingerbewegungen steuern. Mit einer virtuellen Tastatur kann man schreiben, und alle App. (Anwendungen) bewegen. Für den normalen PC-Nutzer ist es durchaus gewöhngsbedürftig, ohne einer Tastatur zu schreiben. Es ist eine automatische Rechtschreibkorrektur dabei, die den unseren alltäglichen Wortschatz abdeckt.

Nach unserer Sicht, ist so ein Hilfsmittel auch sinnvoll für das lernen des Schrift- und Spracherwerbs für legasthene Schüler in der Schule. Da ist das iPad alternativlos, und sogar besser als manche virtuelle Witheboards (Tafeln) in der Schule.

Die Forschung, wie auch unsere Erfahrung in der praktischen Arbeit zeigt uns, dass Schüler besser lernen, wenn alle Sinne dabei angeregt werden. Es gibt für iPad einige gute Lernspiele, die für die Förderung gute ereignet sind. (Wir werden später genauer darauf eingehen)

Das iPad ist nach unserer Meinung ein gutes Hilfsmittel für das moderne Lernumfeld. Kinder bekommen mehr Spaß, wenn sie aktiv im Lernprozess integriert werden können. Es fördert dies bessere Zusammenarbeit der Teilleistungen (Sinnesfunktionen). Die Forschung hat in Studien gezeigt, dass man durch einen multivisuellen Ansatz Schwierigkeiten ausgleichen kann. Für das Lernen ist daher ein Hilfsmittel mit einem Touch-Pad eine gute Möglichkeit, dies in die Förderung zu integrieren.

Die Kinder lernen, so spielerisch mit den modernen Hilfsmitteln umzugehen. Es wird auch gleichzeitig die Medienkompetenz gefördert. Seit einigen Jahren beobachten wir die anderen Kollegen, in den USA und England, dass sie dieses Hilfsmittel mit die beste Wahl ist, was es auf dem internationalen Markt gibt. Diese Auffassung können wir teilen.

Wir können jedenfalls das iPad empfehlen, es gehört einfach zur modernen Einzelförderung. Wenn Sie sich für das iPad interessieren, können Sie sich gern, eins beim Apple Store in der Altmarkt-Galerie Dresden ansehen.

Legasthenie Coaching hat nun eine eigene Fanpage auf Facebook

Samstag, November 12th, 2011

fanpageLegasthenie Coaching hat nun eine eigene Fanpage auf Facebook eingerichtet. Nun können sich unsere Fans und Hilfesuchenden über unser einzigartiges Angebot informieren.

Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten aus unserem Institut in Dresden.

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch!