legasthenie im erwachsenenalter bewältigen

Ein Erfahrungsbericht von Lars Michael Lehmann, Legasthenie‑Experte

Legasthenie im Erwachsenenalter. Legasthenie wird medizinisch als Lese‑Rechtschreib‑Störung (LRS) bezeichnet, wird häufig fälschlicherweise als rein kindliches Problem wahrgenommen. Viele Erwachsene kämpfen jedoch weiterhin mit Leseschwierigkeiten und fehlerhaftem Schreiben – ein Umstand, der sowohl im Berufs‑ als auch im Privatleben zu erheblichen Einschränkungen führen kann.

Als heutiger Geschäftsführer von Legasthenie Coaching und selbst Betroffener habe ich aus erster Hand erlebt, wie mangelnde Unterstützung in der Kindheit das Selbstwertgefühl untergraben kann. Eltern, die die Schwäche übersehen, und Schulen bzw. Mitschüler, die statt Hilfe zu bieten mit Spott reagieren, hinterlassen tiefe emotionale Narben bei den Betroffenen. Nicht wenige Erwachsene tragen psycho‑emotionale Schwierigkeiten bis ins Erwachsenalter mit sich – mir ging es genauso.

5  Schritte, die bei der Bewältigung der Legasthenie im Erwachsenenalter helfen

1️⃣ Akzeptiere deine LRS‑Schwäche

Sie ist ein Teil deiner individuellen Persönlichkeit. Nur wer sie anerkennt, kann gezielt daran arbeiten.

2️⃣ Sei mutig und verlasse den Ist‑Zustand

Halte nicht an dem fest, was du heute bist. Setze dir realistische, aber herausfordernde Ziele und arbeite aktiv an deiner Schwäche.

3️⃣ Suche professionelle Hilfe

Lasse deine LRS durch  zertifizierten Experten diagnostizieren. Die Ergebnisse liefern einen klaren Überblick über deine Stärken und Defizite und bilden die Basis für ein individuelles Förderkonzept.

4️⃣ War­te nicht auf externe Hilfe

War­te nicht darauf, dass andere deine Probleme lösen. Übernimm die Verantwortung und setze die empfohlenen Maßnahmen eigenständig um.

5️⃣ Nutze spezialisiertes Coaching & Lerntherapie für Erwachsene

Professionelle Begleitung ermöglicht gezielte Übungen, digitale Unterstützungs‑Tools und kontinuierliches Feedback – entscheidend für nachhaltige Fortschritte.

Warum der Weg zur Bewältigung oft steinig ist

In meinen 17 Jahren Berufserfahrung habe ich festgestellt, dass der Wille zur Veränderung bei vielen Erwachsenen schwächer ausgeprägt ist, als man erwarten würde. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Mythos „nur Kindheit“ – Viele glauben, LRS könne ausschließlich im Kindesalter behandelt werden.
  • Fehlende Aufklärung – Es mangelt an Informationen darüber, dass auch im Erwachsenenalter wirksame Interventionen möglich sind.
  • Finanzielle Hürden – Lerntherapie und Coaching werden selten von Krankenkassen übernommen, sodass nur wenige bereit sind, in ihre persönliche Entwicklung zu investieren.

Dennoch ist es essenziell, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und nicht auf das Gemeinwesen zu warten. Wer abwartet, verpasst wertvolle Chancen, seine Schwäche zu mindern.

Die Folgen unbehandelter LRS im Erwachsenenalter

  • Alltagsprobleme – Schwierigkeiten beim Ausfüllen von Formularen, beim Lesen von Fachliteratur oder beim Erlernen neuer beruflicher Kompetenzen, die schriftlich umgesetzt werden müssen.
  • Psychische Belastungen – Chronische Frustration kann zu Ängsten, Depressionen oder sogar Suchterkrankungen führen.
  • Berufliche Nachteile – Fehlende Leseflüssigkeit und fehlerhaftes Schreiben im E‑Mail‑Verkehr sowie in der schriftlichen Kommunikation behindern Aufstiegschancen und können zu Jobverlust führen.

Umgekehrt eröffnet die aktive Arbeit an der LRS neue Perspektiven: mehr Lesefreude, bessere berufliche Optionen und ein gesteigertes Selbstwertgefühl.


Persönlicher Wendepunkt

Erst als ich erkannte, dass die Hauptkomponente meiner Kompensation in meiner eigenen Hand liegt, konnte ich echte Fortschritte erzielen. Der Prozess war unbequem, aber enorm lohnend – insbesondere in der Adventszeit, wenn ich über Ziele für das Jahr 2026 nachdachte. Ich setzte mir das Ziel, meine LRS aktiv zu bewältigen, und suchte professionelle Unterstützung.


Fazit & Aufruf zum Handeln

Ich bereue keinen einzigen Schritt auf diesem Weg. Die Investition in meine eigene Entwicklung hat mir nicht nur das Lesen und Schreiben erleichtert, sondern mir auch ermöglicht, als Experte für Legasthenie zu wirken.

  • Warum an der Schwäche arbeiten? Weil nur durch die Bewältigung der LRS die anderen Talente (technisch, kreativ, analytisch) vollständig entfaltet werden können.
  • Mein Credo: Ohne die LRS zu adressieren, bleiben selbst die besten Fähigkeiten nur halb wirksam.

Sind Sie bereit, den ersten Schritt zu gehen?

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Gemeinsam können wir die Barrieren der Legasthenie im Erwachsenenalter überwinden und Ihnen zu mehr Lebensqualität verhelfen. Ich freue mich, wenn Sie sich bei mir melden.