Ursachen einer Dyskalkulie?

In der Literatur werden folgende Ursachen beschrieben: Eine Dyskalkulie ist unabhängig von der Intelligenz. Die Schwierigkeiten liegen vor allem im Beherrschen der grundlegenden Rechenfertigkeiten der Grundschule, in der: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Dabei sind weniger die höheren mathematischen Rechenarten, wie: Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung betroffen. Haben Schüler in der Grundschulzeit anhaltende Probleme im Fach Mathematik als Merkmal, bei einer normalen Intelligenz. So kann der Verdacht nahe liegen, das es sich hierbei um eine Dyskalkulie handeln könnte. Uns beschreiben Eltern von Kindern mit einer Rechenschwäche, das sie sehr ähnliche Rechenprobleme in der Schule hatten – sich durch die Schule quälten –  die heute einen normalen geregelten Beruf nachgehen.

Anlagen und Umweltfaktoren bei Rechenschwächen spielen, eine größere Rolle, die diese Schwächen begünstigen oder abmildern können. Die Qualität des Matheunterrichts in der Schule, häufiger Schulwechsel, familiäre Umfelder können den Erwerb von Rechenschwächen fördern. Nicht jede vermutete Rechenschwäche bedeutet gleichzeitig eine Dyskalkulie.

Die Situation in Deutschland ist, wie für Legastheniker und LRS-Kinder sehr unterschiedlich. Werden diese Schwächen nicht früh genug differenziert erkannt und kompensiert, besteht die Gefahr das Betroffene seelische Folgeerkrankungen erwerben können. Eine Dyskalkulie ist kein automatisches Krankheits- und Störbild, wie es der Bundesverband Legasthenie beschreibt – diese Sichtweise ist in der Forschung umstritten, weil viele Zusammenhänge der Rechenschwäche – noch nicht vollständig erforscht sind. Daher ist es strittig für die Bewältigung der Dyskalkulie, ein medizinisches Störbild abzuleiten. Denn hauptsächlich spielen neben Veranlagungen, Faktoren in der Umwelt ein Rolle – ähnlich, wie bei einer Legasthenie.

Erkennt man die Ursachen der Rechenschwächen in der Grundschulzeit, kann diese gut mit einer speziellen Förderung kompensiert werden. Aus unserer Forschung wissen wir: das Betroffene gute Chancen haben – sich in der Schule gut zu entwickeln. Dazu kennen wir Erwachsene Fälle, die ihre Rechenprobleme im beruflichen Alltag gemeistert haben. Sie können heute ihren Arbeitsalltag gut mit Ihrer Rechenschwäche und Legasthenie bewältigen.

Eine Rechenschwäche kann man mit einer Dyskalkulie-Testung erkennen, und mit einer speziellen Einzelförderung bewältigen. Reguläre Mathenachhilfe und Lerntherapie durch Ergotherapeuten und Logopäden ist bei Rechenschwäche, in sehr seltenen Fällen hilfreich. Da eine Förderung auf die Individuellen Rechenprobleme der Kinder ausgerichtet werden muss – und nicht auf Wissenslücken – die in der Nachhilfe ausgebügelt werden können.