Einladung zur Studienumfrage: Berufliche Laufbahn von Menschen mit Legasthenie

Frau Chiara Thill von der Medical School Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Corinna Jung möchte in ihrer Studie zur Masterarbeit der Frage nachgehen: Möglichkeiten und Chancen auf eine frei wählbare berufliche Laufbahn von Menschen mit Legasthenie. Die Thematik ist bis heute sehr präsent in unserer Gesellschaft und deswegen habe ich großes Interesse daran zu forschen, um gegen die Stigmatisierung dieser Personengruppe vorzugehen. Das Ziel dieser Forschung ist eine Rückmeldung von Legasthenikern und Legasthenikerinnen zu erhalten, um somit eine bessere Aufklärung für die Gesellschaft zu erzielen.

Die Zielgruppe sind Erwachsene mit Legasthenie, die zwischen 18 und 30 Jahren sind. Hier folgt der Link zur Studie https://cj2302.customervoice360.com/uc/msb-ct-22021501/597e/  wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

 

Ein Beispiel: Wie ein Schüler ohne LRS-Klasse erfolgreich das Gymnasium schafft

Förderung ohne LRS-Klasse

Heute hatten wir eine bewegende Verabschiedung eines Schützlings. Dieser Schüler kam vor 3 Jahren zur lerntherapeutischen Einzelförderung. Die Eltern entschieden sich gegen eine LRS-Klasse, weil sie dem Jungen eine bestmögliche und umfassende Förderung seiner Persönlichkeit angedeihen lassen wollten. Der Vater des Kindes ist eine Führungskraft und selbst Legastheniker. Wir können uns noch sehr genau an unser Erstgespräch erinnern. Die Handschrift des Vaters mit akademischem Abschluss. Er brach kurz in Tränen aus, als wir ihn darauf ansprachen. Er bestätigte, dass er Legastheniker ist und ähnliche Schwierigkeiten wie sein Sohn hatte. Durch seine Erfahrung in der Kindheit war ihm klar war, dass er niemals sein Kind in einer LRS-Klasse separieren würde.

Sein Wunsch war es, dass seine Sohn trotz der Legasthenie einen ähnlichen Weg gehen kann. Unsere Prognose war, dass er den Weg auf ein Gymnasium schaffen kann. Mit unserer Hilfe schafft er auf dem Zeugnis der 6. Klasse eine gute Zwei in Deutsch. Der Schüler geht aber auf ein recht anspruchsvolles Gymnasium im Umland von Dresden. Dort ist es relativ schwer gute Noten zu schreiben. Uns machen solche kleinen Gesten glücklich! Sie motivieren uns, weiter in den Diensten legasthener und dyskalkuler Menschen zu arbeiten.

2. Forschungswerkstatt

forschung2

Vom 14. – 16. 02. 2019 findet an unserem Institut unsere 2. Forschungswerkstatt statt. Während unserer ersten Werkstatt Anfang Januar sind wir wieder ein ganzes Stück vorangekommen und konnten einige Interviews segmentieren.

Für uns sind diese Forschungswerkstätten ein großer Gewinn, weil wir wieder ein Stück mehr über die Entwicklungsbiografien von betroffenen Kindern und Jugendlichen lernen können.  Die 3. Forschungswerkstatt findet dann im August statt.

Schwerpunkt: Forschungswerkstatt 2019

forschung2

Einer der Arbeitsschwerpunkte unseres Teams im Jahr 2019 wird die weitere Erforschung der Themen LRS, Legasthenie und Dyskalkulie sein. Dazu findet vom 3. bis 5. Januar 2019 die erste sozialwissenschaftliche Forschungswerkstatt an unserem Institut statt. Drei weitere Treffen mit Experten unseres Fachgebiets folgen in den nächsten Monaten.

Die Datenerhebung für unsere beide Studien ist Ende Dezember 2018 abgeschlossen worden. Es wartet noch einiges an Transkriptionsarbeit auf uns, die unser Mitarbeiter Herr Haenel im Laufe des Jahres abschließen wird. Ziel ist es, bis Herbst 2019 alle Interviews der ersten Studie (Grundlagenforschung zur Lese-Rechtschreib-Schwäche im Kindes- und Jugendalter) mit der Narrationsanalyse nach Schütze auszuwerten. Einen ersten Zwischenbericht werden wir im Herbst 2019 der Öffentlichkeit vorstellen, außerdem sollen Vorträge dazu folgen.