Hochbegabung

Hochbegabung bei Legasthenie und Dyskalkulie

Hochbegabung bei Legasthenie und Dyskalkulie2 Prozent der Bevölkerung in Deutschland gilt mit einem IQ von 130 – als überdurchschnittlich begabt – umgangssprachlich wird dies, als Hochbegabung beschrieben. Diese Kriterien für Hochbegabung ist in der Forschung strittig. Viele sehr begabte Legastheniker und Dyskalkuliker müssen nicht diese IQ-Werte eines Intelligenztests erfüllen. Sieht man sich aber ihre biografische Entwicklung an – ist davon auszugehen, das es sich häufig – um sehr begabte Menschen handeln muss. Was nicht bedeutet: Dass jeder Legastheniker und Dyskalkuliker, automatisch Hochbegabt ist. Wahrscheinlich gibt es mehr Begabte, unter uns Betroffenen – als man in der durchschnittlichen Bevölkerung annimmt.

Sieht man sich legasthene und dyskalkule Menschen genauer an, sind einginge sehr talentiert. Unser Bildungswesen und die Fachwelt verkennen diese Menschen – man bringt Legasthenie und Dyskalkulie, noch heute mit einer Krankheit oder Behinderung – und nicht selten mit Lernbehinderungen in Verbindung. Es ist häufig Unwissenheit oder Ignoranz dem Thema: Legasthenie und Dyskalkulie geschuldet. Selten kennen sich Lehrer oder Psychologen mit den Thema: Hochbegabung in Verbindung dieser Schwächen detaillierter aus. Mann hat häufig die Betroffenen über ihre mathematischen oder schriftsprachlichen Schwächen definiert und nicht in ihren guten Potenzialen wahrgenommen. Obwohl sie sich meisten überdurchschnittlich sprachlich artikulieren und viele andere Fähigkeiten aufweisen können – nicht wenige sind exzellente Kommunikatoren.

Hochbegabte Menschen werden oft als Außenseiter oder als kauzige Leute wahrgenommen – mit sozialen Defiziten und als talentierte Spezialisten in einzelnen Fachdisziplinen oder sehr seltenen Inselbegabungen. Diese Spezies finden wir unter Legasthenikern und Dyskalkulikern. Man vermutet bis heute: Albert Einstein, Bill Gates, Steve Jobs, um einige zu nennen, die Hochbegabte Legastheniker waren und sind, die Schwächen im Lesen, Schreiben, Rechnen hatten. In Einsteins Biografie wird beschrieben, dass er von einer Rechenschwäche und Lese-Recht-Schreibschwäche betroffen war.

Sehr begabte Legastheniker und Dyskalkuliker zeichnen sich oft durch große Kreativität, hervorragenden Einfühlungsvermögen und in ihrem guten Querdenken durch unkonventionelle Ideen aus. In der englischen Sprache kennt man den Begriff: „thinking out of the box“ der dieses Fähigkeiten „Denken außerhalb der Box“  die als Problemlöser-Fähigkeit beschreiben wird. Dieses Talent, haben nicht wenige Betroffene als vorhandene Ressource. Diese Potenziale haben wir schon bei einigen Betroffenen beobachtet.

Viele Betroffenen haben die Möglichkeit trotz Schwächen im Lesen und Schreiben, Rechnen –  spezielle Fähigkeiten zu entwickeln – genau diese gilt es zu fördern. Dann wird die Bewältigung der Schwäche leichter. Legastheniker und Dyskalkuliker brauchen für eine gute persönliche Entwicklung, viel Ermutigung und erfahrene Fachleute an ihrer Seite, die sie auf den Weg begleiten. Genau das ist unser Ziel unserer Arbeit.


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